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Aktuelles

Vorträge und Präsentationen

10.07.2017  

Würzburg

"Hauptsächlich das Werk von Juden"

Die Wahrnehmung der Russischen Revolution und der Sowjetunion durch die Apostolischen Nuntiaturen in Deutschland
Christoph Valentin
Konferenz "Die Russische Revolution und ihre Wahrnehmung" in Würzburg (10.-11.07.2017)
http://www.hsozkult.de/event/id/termine-33542

12.09.2017  

München

"Wider das „sinnlose Schlachten“

Die Friedensinitiative Benedikts XV. und der Münchner Nuntius Eugenio Pacelli
Podiumsdiskussion in der Katholischen Akademie
Hubert Wolf und Sascha Hinkel
Im Frühjahr 1917 entsandte Papst Benedikt XV. mit Eugenio Pacelli den vermeintlich fähigsten Diplomaten der Römischen Kurie auf eine äußerst schwierige Mission. Als Nuntius in München sollte er eine groß angelegte päpstliche Friedensinitiative vorbereiten. Pacelli verhandelte mit Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg und mit Kaiser Wilhelm II. vor allem über die Zukunft Belgiens. Denn wenn es gelingen würde, die belgische Frage zu lösen, wäre der Weg zu Friedensverhandlungen zwischen der Entente und den Mittelmächten frei. Mit diesem Erfolg im Rücken könnte, so die Hoffnung des Papstes, auch die seit 1870 schwelende „Römische Frage“ um den Kirchenstaat endlich auf internationaler Ebene gelöst werden.
Mit seiner auf den 1. August 1917 datierten Friedensinitiative „Dès le début“ („Seit dem Beginn“) rief Benedikt XV. die Regierungen der kriegführenden Länder zu einem Ende des „sinnlosen Schlachtens“ auf. Während die Antwort der deutschen Regierung entgegen Pacellis allzu optimistischen Einschätzungen auf sich warten ließ, lehnte die Entente den Papst als Friedensvermittler schlichtweg ab. Zwar war spätestens mit der für Pacelli und Benedikt enttäuschenden deutschen Antwort die Friedensinitiative praktisch gescheitert. Aber sie entfaltete eine bedeutende Wirkungsgeschichte: Die Lehre vom gerechten Krieg wurde hinterfragt, katholische Friedensbewegungen entstanden und Pius XII. stand im Zweiten Weltkrieg vor der Friedensfrage – und schwieg.
Der Theologe Hubert Wolf und der Historiker Sascha Hinkel diskutieren über die Chancen und Grenzen der Päpstlichen Friedensinitiative und ihre Bedeutung für die neuere Kirchengeschichte.

Berichte

Bitte beachten Sie auch den Medienspiegel unserer Homepage unter http://www.uni-muenster.de/FB2/wissenschaftskommunikation/medienspiegel/index.html