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Dokument-Nr. 9842
Müller, Ancilla an Pius XI.
Beeck, 17. August 1922

Heiligster Vater!
Im Gefühle, der tiefsten Unwürdigkeit, wage ich es Euer Heiligkeit, eine Bitte, mit vollem Vertrauen vorzutragen, nicht für mich, sondern für eine arme Wittwe [sic], mit 4 kleinen Kindern, welche ihren Mann durch einen plötzlichen Tod verloren hat, und zu [ein Wort unlesbar]
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jetztziger [sic] großen Teuerung, welche in Deutschland herrscht, kam über sie noch das Schicksal, daß ihre einzige Kuh, wovon sie ihre Familie ernährte, noch krank wurde, und schlachten mußte, was jetzt ein Schaden, von 30 Tausend Mark ist.
Wenn ich nun es wagen darf, und Eure Heiligkeit, um eine Unterstützung bitten dürfte,
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wenn es nur mal Tausend Lieren [sic] wären, und sie würde hier noch von edlen Wohltätern dazu bekommen, so wäre es ihr wohl möglich, sich wieder eine Kuh zu kaufen, um ihre Familie weiter zu erhalten. Schon im Voraus herzlich Gott Vergelts und vielen Dank.
In aller Unwürdigkeit erlaubt sich Eure Heiligkeit ehrfurchtsvoll zu grüßen erg. Schwester M. Ancilla.
Empfohlene Zitierweise:
Müller, Ancilla an PiusXI. vom 17. August 1922 , Anlage, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Dokument Nr. 9842, URL: www.pacelli-edition.de/Dokument/9842. Letzter Zugriff am: 31.05.2020.
Online seit 31.07.2013