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Konferenz von Spa vom 5. bis 16. Juli 1920

Die Konferenz von Spa vom 5. bis zum 16. Juli 1920 war Teil der langwierigen Verhandlungen zwischen den alliierten Siegermächten des Ersten Weltkrieges und dem Deutschen Reich um die Reparationsfrage. Die alliierte Reparationskommission sollte nach "billiger Anhörung" des Reichs bis zum 1. Mai 1921 die Höhe der deutschen Leistungen bestimmen und einen Zahlungsplan vorlegen. Diese Anhörung sollte auf der Konferenz von Spa stattfinden.
Jedoch wurden vor allem die unzureichende Entwaffnung des Deutschen Reichs und die Frage, wie viel Kohle es den Alliierten liefern könne, diskutiert. Ergebnis war das "Kohlenabkommen", welches zugleich der erste Vertrag zwischen dem Reich und den Alliierten war, der nach dem Krieg nicht durch Diktat, sondern durch Verhandlungen zustande kam. Die Frage der Reparationen dagegen übertrug die Konferenz von Spa einem Expertengremium, das anschließend vom 16. bis zum 22. Dezember in Brüssel tagte.
Literatur
BÜTTNER, Ursula, Weimar. Die überforderte Republik 1918-1933, in: BENZ, Wolfgang (Hg.), Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 18: 20. Jahrhundert (1918-2000), Stuttgart 2010, S. 171-767, hier 379-381.
KENT, Bruce, The Spoils of War. The Politics, Economics and Diplomacy of Reparations 1918-1932, Oxford u. a. 1991.
Empfohlene Zitierweise
Konferenz von Spa vom 5. bis 16. Juli 1920, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 11135, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/11135. Letzter Zugriff am: 22.10.2019.
Online seit 04.06.2012, letzte Änderung am 13.08.2012
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