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Geistliche Fakultät

Geistliche Fakultät meint grundsätzlich, dass ein kirchlicher Oberer einem Kleriker mit geringerem Stand geistliche Vollmachten erteilt. Es handelt sich dabei meist um Jurisdiktons- und Weiheakte, die sonst dem Oberen vorbehalten wären. Fakultäten verleihen somit eine "delegierte Kirchengewalt" (HILLING). CIC/1917 Can. 66 spricht von habitualen Fakultäten ("Facultates habituales"), die in gewissen Fällen auf Dauer oder für eine bestimmte Zeit gewährt und zu den Privilegien "praeter ius" gezählt werden.
Es wurde unterschieden zwischen fünf unterschiedlichen Fakultäten:
1. Quinquennal-Fakultäten für die Diözesanordinarien in den kirchlichen Provinzen;
2. Quinquennal-Fakultäten für die Ordinarien der Missionsgebiete;
3. Fakultäten für die Apostolischen Gesandten;
4. Fakultäten der Ordensoberen und
5. Fakultäten der Pönitentiarie für Beichtväter.
Quellen
1917 Codex Iuris Canonicis, can. 66, in: www.jgray.org (Letzter Zugriff am: 29.03.2016).
Codex Iuris Senior, can. 66, in: www.catho.org (Letzter Zugriff am: 29.03.2016).
GASPARRI, Pietro (Hg.), Codex Iuris Canonici. Pii X Pontificis Maximi iussu digestus Benedicti Papae XV auctoritate promulgatus, Rom 1917, S. 13, can. 66, in: www.archive.org (Letzter Zugriff am: 29.03.2016).
Literatur
HILLING, Nikolaus, Fakultäten, in: Lexikon für Theologie und Kirche 3 (1931), Sp. 941 f.
Empfohlene Zitierweise
Geistliche Fakultät, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 1677, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/1677. Letzter Zugriff am: 15.09.2019.
Online seit 24.06.2016, letzte Änderung am 23.02.2017
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