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Fortschrittliche Volkspartei (FVP)

Im Jahr 1910 schlossen sich die Freisinnige Volkspartei, die Freisinnige Vereinigung und die Deutsche Volkspartei zur Fortschrittlichen Volkspartei (FVP) zusammen. Damit bündelten sich die linksliberalen bürgerlich-demokratischen Kräfte erstmals in einer Partei. Die Anhänger der FVP stammten aus dem kleineren und mittleren Bürgertum. Die FVP grenzte sich von den annexionistischen Kriegszielen der Alldeutschen und der Konservativen ab. Im Ersten Weltkrieg bildete sie zusammen mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, der Zentrumspartei und den Nationalliberalen den Interfraktionellen AusschusS. In der Novemberrevolution löste sich die FVP auf und schloss sich mit dem linken Flügel der Nationalliberalen Partei (NLP) zur Deutschen Demokratischen Partei (DDP) zusammen.
Literatur
ELM, Ludwig, Fortschrittliche Volkspartei (FoVp) 1910-1918, in: FRICKE, Dieter / FRITSCH, Werner / GOTTWALD, Herbert u. a. (Hg.), Lexikon zur Parteiengeschichte. Die bürgerlichen und kleinbürgerlichen Parteien und Verbände in Deutschland (1789-1945), Bd. 2, Köln 1985, S. 599-609.
HOFMANN, Robert, Geschichte der deutschen Parteien. Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart, München / Zürich 1993, S. 42-53.
HUBER, Ernst Rudolf, Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789, Bd. 4: Struktur und Krisen des Kaiserreichs, Stuttgart u. a. 21982, S. 89 f.
Empfohlene Zitierweise
Fortschrittliche Volkspartei (FVP), in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 24020, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/24020. Letzter Zugriff am: 22.10.2019.
Online seit 24.03.2010, letzte Änderung am 26.06.2019
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