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Deportationen während des Ersten Weltkriegs

Alle Seiten nutzten das Mittel der Zwangsverschickungen ganzer Bevölkerungsteile während des Ersten Weltkriegs. Anfangs als Methode der Sicherung des Kampf- und Besatzungsgebietes, wurden sie aber auch zunehmend als Disziplinierungsmaßnahmen für die Bevölkerung in den von jeweils feindlichen Armeen besetzten Gebieten angewandt. Während der deutschen Invasion im Westen wurden 1914 mindestens 10.000 Franzosen nach Deutschland deportiert.
Die russische Armee zwang 1915 bei ihrem Rückzug aus Ostpreußen große Teile der einheimischen Bevölkerung in die Deportation, wobei das Ausmaß an Verwüstungen um ein deutliches höher war als in den westlichen Kriegsgebieten.
1916 wurden zunehmend Arbeiter aus den besetzen Gebieten zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert.
Literatur
HERBERT, Ulrich, Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. Saisonarbeiter, Zwangsarbeiter, Gastarbeiter, Flüchtlinge, München 2001.
KRAMER, Alan, Deportation, in: HIRSCHFELD, Gerhard / KRUMEICH, Gerd / RENZ, Irina (Hg.), Enzyklopädie Erster Weltkrieg, Paderborn u. a. 2009, S. 434 f.
THIEL, Jens, "Menschenbassin Belgien". Anwerbung, Deportation und Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg, Essen 2007.
Empfohlene Zitierweise
Deportationen während des Ersten Weltkriegs, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 4000, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/4000. Letzter Zugriff am: 24.11.2020.
Online seit 02.03.2011, letzte Änderung am 15.02.2016
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