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Feldpropst

Der Feldpropst war der oberste katholische Militärgeistliche, dem alle Feldprediger unterstellt waren. Durch das Päpstliche Breve "Super Cathedram Principis Apostolorum" von 1841 hatten die Erzbischöfe von München und Freising das Amt des Feldpropstes für die Königlich Bayerische Armee inne. Seit Mai 1917 war somit Michael von Faulhaber Feldpropst der Bayerischen Armee. Die bayerische Feldpropstei war eine rein kirchliche Institution.
Die katholische Feldpropstei für Preußen wurde 1868 durch das Päpstliche Breve "In hac beatissimi" eingerichtet. Während des Ersten Weltkriegs war Heinrich Joeppen, Titularbischof von Cisamo, der katholische Feldpropst der Königlichen Preußischen Armee. Mit dem Ausscheiden Joeppens aus dem Amt des Feldpropstes am 30. April 1920 wurde das Päpstliche Breve aufgehoben. Die katholische Feldpropstei war fortan ein ausschließlich staatliches Amt. Seit Dezember 1919 führte Paul Schwamborn als Generalvikar den Dienst als Feldpropst weiter. Ab 1929 oblag das Amt dem Wehrkreispfarrer Franz Justus Rarkowski.
Literatur
BUCHBERGER, Michael, Die bayrische Feldseelsorge im Weltkriege, Kempten / München 1916.
BUCHBERGER, Michael, Frontbesuche des Erzbischofs und Feldpropstes Dr. M. von Faulhaber im Osten und auf dem Balkan, Regensburg 1918.
GÜSGEN, Johannes, Die katholische Militärseelsorge in Deutschland zwischen 1920 und 1945. Ihre Praxis und Entwicklung in der Reichswehr der Weimarer Republik und der Wehrmacht des nationalsozialistischen Deutschlands unter besonderer Berücksichtigung ihrer Rolle bei den Reichskonkordatsverhandlungen, Köln / Wien 1989, S. 31-37, 295-301.
Militärgeistliche, in: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Bd. 13, Leipzig 1908, S. 816-817, in: www.zeno.org (Letzter Zugriff am: 15.10.2013).
Empfohlene Zitierweise
Feldpropst, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 6061, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/6061. Letzter Zugriff am: 20.09.2019.
Online seit 24.03.2010, letzte Änderung am 24.10.2013
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