<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
    <teiHeader>
        <fileDesc>
            <titleStmt>
                <title>Bayerischer Landtag, 1920-1924</title>
                <respStmt>
                    <resp when-iso="2019-02-25"/>
                    <persName>
                        <idno type="gnd">142341770</idno>Sascha Hinkel</persName>
                    <orgName>
                        <idno type="gnd">36175-6</idno>Universität Münster</orgName>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title>Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)</title>
                </edition>
                <respStmt>
                    <resp>Herausgegeben von</resp>
                    <persName>
                        <idno type="gnd">118191705</idno>Hubert Wolf</persName>
                </respStmt>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>
                        <idno type="gnd">36175-6</idno>Universität Münster,
                                Katholisch-Theologische Fakultät, Seminar für Mittlere und Neuere
                                Kirchengeschichte</name>
                    <address>
                        <street>Domplatz 23</street>
                        <postCode>48153</postCode>
                        <placeName>
                            <bloc>D</bloc>
                            <country>Deutschland</country>
                            <settlement>Münster</settlement>
                        </placeName>
                    </address>
                </publisher>
                <publisher>
                    <name>
                        <idno type="gnd">2008678-7</idno>Deutsches Historisches Institut
                                Rom</name>
                    <address>
                        <street>Via Aurelia Antica 391</street>
                        <postCode>00165</postCode>
                        <placeName>
                            <bloc>IT</bloc>
                            <country>Italien</country>
                            <settlement>Rom</settlement>
                        </placeName>
                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">
                        <p>Distributed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0
                                    International license</p>
                    </licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <bibl/>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <revisionDesc>
            <listChange>
                <change when="2013-01-14">Online</change>
                <change when="2019-02-25">Change</change>
            </listChange>
        </revisionDesc>
    </teiHeader>
    <text>
        <body>
            <list>
                <item xml:id="S01092">
                    <idno type="originalID">1092</idno>
                    <idno type="viaf"/>
                    <idno type="gnd"/>
                    <label>Bayerischer Landtag, 1920-1924</label>
                    <desc>Die Wahlbeteiligung bei der bayerischen Landtagswahl vom 6. Juni 1920 lag bei 75,7 Prozent. Der bayerische Landtag verfügte über 158 Sitze und war somit um 22 Sitze kleiner als in der vorhergehenden Legislaturperiode. Die Ergebnisse der Landtagswahl bestätigten das seit Antritt der Regierung Gustav Ritter von Kahr zu verzeichnende Erstarken der bürgerlichen Rechten.  Die größte Fraktion bildete die Bayerische Volkspartei (BVP) mit 65 Sitzen (39,4 Prozent der Stimmen). Dazu konnte das Wahlbündnis der Nationalliberalen und Bayerischen Mittelpartei NLP (DVP) / BMP (DNVP) die Anzahl ihrer Mandate auf 20 (13,5 Prozent) mehr als verdoppeln. Die liberalen Parteien mussten Verluste hinnehmen. Der Bayerische Bauernbund (BBB) erhielt 4 Mandate weniger und nun 12 Sitze (7,8 Prozent). Die Deutsche Demokratische Partei (DDP) musste sich von 25 auf 13 Mandate verringern (8,1 Prozent). Noch schwerer traf es die Sozialdemokraten. Die SPD kam nur noch auf 26 Sitze (16,4 Prozent) anstatt der 61 in der vorhergehenden Legislaturperiode. Allerdings gewann die USPD deutlich und kam von 3 Sitzen auf nunmehr 20 Mandate (12,9 Prozent). Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) zog mit 2 Mandaten (1,7 Prozent) erstmals in den Landtag ein. Am 16. Juli 1920 erfolgte die Wiederwahl des parteilosen von Kahr zum Ministerpräsidenten, dessen Kabinett nun aus 3 Mitgliedern der BVP und je einem Mitglied des Bauernbundes, der DDP und der Mittelpartei bestand. Im Vergleich zur ersten Regierung Kahr war abermals ein Rechtsruck festzustellen, da die DDP das Justizministerium an die BMP verlor. Ziel dieser Regierung war es, eine "Ordnungszelle" Bayern im "marxistischen" Deutschland zu errichten. Das Kabinett bestand bis Anfang September 1921. Die nächste Wahl zum bayerischen Landtag fand am 4. April 1924 statt.</desc>
                    <note type="evaluation"/>
                    <listBibl type="bibliography">
                        <bibl>FALTER, Jürgen / LINDENBERGER, Thomas / SCHUMANN, Siegfried, Wahlen und Abstimmungen in der Weimarer Republik. Materialien zum Wahlverhalten 1919-1933 (Statistische Arbeitsbücher zur neueren deutschen Geschichte), München 1986, S. 91.</bibl>
                        <bibl>GELBERG, Karl-Ulrich / LATZIN, Ellen, Ordnungszelle Bayern, in: <ref target="http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44556">
                                <date when="2019-02-15">15.02.2019</date>
                            </ref>.</bibl>
                        <bibl>Geschichte des Bayerischen Parlaments 1819-2008. Landtage 1819-2008. Die Landtage in der Weimarer Republik. Der Landtag 1920-1924 (2. Wahlperiode), in: <ref target="http://www.hdbg.de/parlament/content/ltDetail.php?id=39&amp;popH=819.2">
                                <date when="2019-02-15">15.02.2019</date>
                            </ref>.</bibl>
                        <bibl>GÖTSCHMANN, Dirk, Landtagswahlen (Weimarer Republik), in: <ref target="http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44640">
                                <date when="2019-02-15">15.02.2019</date>
                            </ref>.</bibl>
                        <bibl>HÜRTEN, Heinz, Revolution und Zeit der Weimarer Republik, in: SCHMID, Alois (Hg.), Handbuch der bayerischen Geschichte, Bd. 4: Das neue Bayern. Von 1800 bis zur Gegenwart, Teilbd. 1: Staat und Politik, München <hi rendition="#sup">2</hi>2003, S. 439-498, hier 474.</bibl>
                        <bibl>SCHWARZ, Albert, Die Zeit von 1918 bis 1933. Zweiter Teil: Der vom Bürgertum geführte Freistaat in der Weimarer Republik (1920-1933), in: SPINDLER, Max (Hg.), Handbuch der bayerischen Geschichte, Bd. 4: Das neue Bayern 1800-1970, Teilbd. 1: Staat und Politik, München 1974, S. 454-517, hier 457.</bibl>
                        <bibl>THRÄNHARDT, Dietrich, Wahlen und politische Strukturen in Bayern 1848-1953. Historisch-soziologische Untersuchungen zum Entstehen und zur Neuerrichtung eines Parteiensystems (Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 51), Düsseldorf 1973, S. 348 (Tab. 47), 349 (Tab. 48).</bibl>
                    </listBibl>
                </item>
            </list>
        </body>
    </text>
</TEI>