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                <title>Besetzung der Rektorenstelle des Campo Santo Teutonico</title>
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                    <title>Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)</title>
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                                Katholisch-Theologische Fakultät, Seminar für Mittlere und Neuere
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                    <label>Besetzung der Rektorenstelle des Campo Santo Teutonico</label>
                    <desc>Zum Zeitpunkt des Todes des ersten Rektors des Campo Santo Teutonico, Anton de Waal, 1917 befanden sich das Priesterkolleg und die Bruderschaft des Campo Santo in einer schwierigen Situation. Seit dem Kriegseintritt Italiens hatte das Kolleg nur noch ein deutschsprachiges Mitglied und Vincenzo Vannutelli wurde ohne Absprache mit dem Verwaltungsrat zum Kardinalprotektor des Campo Santo bestimmt. Nach dem Statut von 1876 war sein Votum neben dem der Erzbischöfe von Köln, München und Salzburg für die Besetzung des Rektorats entscheidend. Aufgrund der aus dem Krieg resultierenden Umstände entschied sich Vannutelli für eine Interimslösung und ernannte im Mai 1917 den als Archivar im Staatssekretariat tätigen Schweizer Francesco Stoppa-Giuioni zum Prorektor. Die im gleichen Jahr von Protagonisten wie dem Vatikangesandten Otto Ritter von Groenesteyn, dem Wiener Erzbischof Friedrich Kardinal Gustav Piffl, dem Salzburger Fürstbischof Balthasar Kaltner, dem Rektor der Anima Maximilian Brenner oder dem Münchener Erzbischof Michael Faulhaber vorgenommenen Sondierungen zur Neubesetzung erzielten keinen Erfolg.Das Kolleg büßte in dieser Zeit seinen Charakter als Studienzentrum völlig ein, auch das Bruderschaftsleben wurde nur mit Einschränkungen fortgesetzt. Im August 1919 wandten sich 22 ehemalige Mitglieder des Priesterkollegs an die drei Erzbischöfe und forderten eine Fortführung des Seminars als deutsches wissenschaftliches Zentrum. Der von ihnen für das Rektorenamt vorgeschlagene Luxemburger Johann Peter Kirscher wurde vom einflussreichen und an der Päpstlichen Universität Gregoriana lehrenden Jesuiten Franz Ehrle abgelehnt. Daher drängte Faulhaber eher auf einen reichsdeutschen Kandidaten. Als 1919 der neue Salzburger Fürsterzbischof Ignatius Rieder angesichts der veränderten politischen Lage keinen Anspruch mehr geltend machte, kam es zu einer Einigung. Der Kölner Erzbischof Felix Kardinal von Hartmann präsentierte dem Kardinalprotektor den Kölner Geistlichen Emmerich David und den Bonner Pfarrer Bernhard Custodis als Kandidaten. Vannutelli entschied sich für David. Dieser übernahm am 1. Februar 1920 die Leitung von Erzbruderschaft und Kolleg.</desc>
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                        <bibl>GATZ, Erwin, Der Campo Santo Teutonico seit dem Tode Anton de Waals (1917), in: GATZ, Erwin (Hg.), Hundert Jahre deutsches Priesterkolleg beim Campo Santo Tuetonico (1876-1976). Beiträge zu seiner Geschichte (Römische Quartalschrift für Christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte, Supplementheft 35), Rom / Freiburg im Breisgau / Wien 1977, S. 9-38.</bibl>
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