Dokument-Nr. 11664
Pacelli, Eugenio
an Sincero, Luigi
Berlin, 04. August 1928
Regest
Pacelli teilt dem Vorsitzenden der Päpstlichen Kommission Pro Russia Sincero mit, dass der georgische Exilpolitiker Nakaschidse ihm einen Brief über die religiöse Verfolgung in Georgien schickte. Nakaschidse ist orthodoxer Christ, mit einer Katholikin verheiratet und dem fürstbischöflichen Delegaten in Berlin Deitmer bekannt. Der Nuntius gibt den Brief in italienischer Übersetzung wieder. Darin berichtet Nakaschidse, dass nach der Besetzung Georgiens durch die Sowjets ein schrecklicher Terrorismus gegen alles Georgische einsetzte, der viele Opfer forderte. Die georgische katholische Kirche war davon ebenfalls betroffen. Es wurden Kirchen geschlossen, als Sporthallen genutzt oder abgerissen. Hundert von Geistlichen wurden erschossen. Der Patriarch der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche Ambrosius I. wurde inhaftiert, weil er die Aufmerksamkeit der europäischen Staaten auf das Schicksal Georgiens lenkte. Er verstarb in der Haft. Die Sowjetregierung führt in ihren Zeitungen eine skrupellose Verleumdungskampagne gegen katholische Priester. Nakaschidse schließt daraus, dass die Regierung nun beabsichtigt, auch gegen die katholische Kirche in Georgien einen Krieg zu führen. Erhält letztere keine Hilfe, droht ihr das gleiche Schicksal wie der orthodoxen Kirche. Vor Kurzem wurde der georgische römisch-katholische Priester Batmanischwili, der erst im Mai vom Kloster Mödling aus nach Georgien ging, nach Archangelsk ins Exil geschickt. Laut der beiliegenden georgischen, aber russisch gesteuerten Zeitschrift Komunisti wurde der Apostolischer Administrator für die georgisch-katholischen Gläubigen Wardidze an der türkisch-georgischen Grenzen inhaftiert, als er versuchte, sich ins Ausland abzusetzen, um der Verfolgung zu entkommen. Es wird befürchtet, dass Wardidze erschossen wird; im besten, aber unwahrscheinlichen Fall, wird er nach Sibirien verbannt. Nakaschidse rechnet mit weiteren Verhaftungen und schätzt die Zeiten für die katholische Kirche als vielleicht noch schwieriger als in Mexiko ein.Betreff
Sulla persecuzione religiosa nella Georgia
Il principe Nicola Nakaschidse



"Dopo l'occupazione della Georgia da parte dei Soviety

Anche la Chiesa Georgiana

16v
Centinaia di
ecclesiastici furono fucilati. Lo stesso Capo della Chiesa Georgiana, il Patriarca Ambrogio

Da qualche tempo il Governo dei Soviety


Poco tempo fa venne arrestato il parroco Schio Bathmanischwili


Secondo che riferisce il giornale georgiano "Kommunist"


17r
La vita del Rev. P. Wardidse è in pericolo.
Si teme che sarà fucilato; nella miglior ipotesi (ciò che <è>2 però assai dubbio), egli sarà esiliato in
Siberia.Secondo il loro sistema, i carnefici soviettici procederanno adesso probabilmente ad altri arresti.
Per la Chiesa cattolica nella Georgia cominciano ora tempi difficili, forse peggiori di quelli che traversa il Messico

Ho stimato mio dovere, come Georgiano e cristiano credente, di portare quanto sopra a conoscenza dell'Eccellenza Vostra".
Chinato umilmente al bacio della Sacra Porpora, con sensi di profondissima venerazione ho l'onore di confermarmi
Dell'Eminenza Vostra Reverendissima
Umilissimo Devotissimo Obbligatissimo Servo
+ Eugenio Pacelli Arcivescovo di Sardi
Nunzio Apostolico
1↑Hds. von Pacelli eingefügt.
2↑Hds. von
Pacelli eingefügt.