Kongress der deutschen Arbeiter- und Soldatenräte vom 16. bis 20. Dezember 1918

Der vom 16. bis 20. Dezember 1918 tagende Kongress der Arbeiter- und Soldatenräte setzte sich aus 500 Abgesandten aller deutschen Arbeiter- und Soldatenräte zusammen, von denen ca. zwei Drittel in der SPD organisiert waren. Er legte den Termin für die Wahlen zur Verfassunggebenden Nationalversammlung mit großer Mehrheit auf den 19. Januar 1919 fest. Gleichzeitig lehnte er den Antrag, das Rätesystem als Grundlage einer sozialistischen republikanischen Ordnung festzulegen, mit ähnlich großer Mehrheit ab. Während der Kongress den Wünschen der SPD-Führung in diesem Punkt folgte, signalisierte er ihr in anderen Bereichen, dass die Arbeiter und Soldaten ein Fortschreiten der Revolution wünschten. So sollte die Regierung mit der Sozialisierung der Industrie, vor allem des Bergbaus, beginnen und die Träger einer möglichen Konterrevolution entwaffnen. Das Militär sollte demokratisiert werden: Das Tragen von Waffen außerhalb des Dienstes sollte verboten, die militärischen Rangabzeichen sollten entfernt werden und die Soldaten sollten ihrer Führer selbst wählen können.
Literatur
ALTMANN, Gerhard, Die Nationalversammlung, in: www.dhm.de (Letzter Zugriff am: 26.07.2010).
KOLB, Eberhard, Die Weimarer Republik (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 16), München 72009, S. 15 f., 167-178.
Empfohlene Zitierweise
Kongress der deutschen Arbeiter- und Soldatenräte vom 16. bis 20. Dezember 1918, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 7031, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/7031. Letzter Zugriff am: 13.07.2024.
Online seit 02.03.2011.
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