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Volksbund zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen

Der Volksbund zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen wurde nach dem Waffenstillstand 1918 gegründet. Er hatte 3.173 Ortsverbände und nach Angaben des Vorsitzenden Gerhard Rose im Oktober 1919 über fünf Millionen Mitglieder. Diese Angabe ist gewiss übertrieben, eine Mitgliederzahl von mehreren Hunderttausend ist aber realistisch.
Der Volksbund engagierte sich gegen die als ungerecht empfundene Verzögerung der Freilassung der deutschen Kriegsgefangenen durch Frankreich und Russland. Nach der Rückkehr der letzten Kriegsgefangenen aus Frankreich 1920 und Russland 1922 setzte sich der Volksbund vor allem für die Rechte ehemaliger Gefangener, etwa in Entschädigungsfragen, ein. Er arbeitete dabei eng mit der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener zusammen.
Literatur
JONES, Heather, Violence against Prisoners of War in the First World War. Britain, France and Germany, 1914-1920 (Studies in the Social an Cultural History of Modern Warfare), Cambridge u. a. 2011, S. 304, 340 f.
Empfohlene Zitierweise
Volksbund zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 11147, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/11147. Letzter Zugriff am: 04.08.2020.
Online seit 04.06.2012, letzte Änderung am 13.08.2012
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