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Internationale Kundgebung "Das Friedenswerk von Paris und die Not der Völker" vom 16. Februar 1924 in Berlin

Am 16. Februar 1924 fand in der Aula der Berliner Universität eine internationale öffentliche Kundgebung zum Pariser Friedensvertrag von 1919 unter dem Vorsitz des Amerikaners Thomas Hall statt. Ziel war es, die durch den Friedensvertrag hervorgebrachte Notlage in Europa und der Welt festzustellen, um eine Revision des Vertrages zu erwirken. Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass der Versailler Vertrag nicht mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und den berühmten 14 Punkten des US-amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson in Einklang zu bringen sei. In der Abschlussresolution wurde neben der Forderung nach Revision des Versailler Vertrags vor einem Wirtschaftsverfall und Kulturniedergang gewarnt.
Insgesamt nahmen über 30 Länder an der Veranstaltung teil, nicht anwesend waren Delegationen aus Frankreich und Belgien. Auch Deutschland gehörte dem Komitee nicht an, als Gastgeber hielt jedoch Adolf von Harnack eine Ansprache. Die übrigen 14 Redner stammten aus Ungarn, Japan, Spanien, Finnland, der Türkei, Bulgarien, China, Norwegen, England, den USA, den Niederlanden, der Schweiz und Schweden.
Quellen
Das Friedenswerk von Paris und die Not der Völker. Vorträge gehalten bei der internationalen Kundgebung in der Aula der Berliner Universität am 16. Februar 1924, Berlin 1924.
SCHÜTZ, Ernst Wilhelm Harald, Das Friedenswerk von Paris und die Not der Völker: Kundgebung von 30 Nationen gegen den Versailler Vertrag, [Bremen 1924].
Empfohlene Zitierweise
Internationale Kundgebung "Das Friedenswerk von Paris und die Not der Völker" vom 16. Februar 1924 in Berlin, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 1161, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/1161. Letzter Zugriff am: 15.11.2019.
Online seit 18.09.2015
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