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Diözesansynode im Bistum Münster 1924

Vom 14. bis 16. Oktober 1924 fand im Bistum Münster eine Diözesansynode statt, an der unter der Leitung des Münsteraner Bischofs Johannes Poggenburg die Mitglieder des Welt- und Ordensklerus des Bistums teilnahmen. Die Synode beschäftigte sich mit dem Priestertum, den Aufgaben der Seelsorge, dem Religionsunterricht in der Schule, dem Gottesdienst, der kirchlichen Kunst, dem Vereinswesen, der sozialen Frage, den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden und den Verwaltungsangelegenheiten.
Die Synode lehnte weltliche Schulen "wegen ihres verderblichen Einflusses auf die religiöse Erziehung" (S. 119) ab und sprach sich gegen einen gemeinsamen Unterricht von Jungen und Mädchen aus. Weiterhin sah die Synode einen Verfall der Sitten gegeben und wollte, dass sich die Seelsorger "zur Hebung der Volksmoral" (S. 95) einsetzen. Es sollte auf Zeitungen, Reklame und Buchhandel in diesem Sinne eingewirkt, auf die Gesetzgebung Einfluss genommen und die Anwendung der Gesetze überwacht werden.
Dennoch war die Synode von 1924 im Gegensatz zu der von 1897 weniger daran interessiert, dass sich die katholische Gesellschaft von der nicht-katholischen abgrenzt, vielmehr betonte sie, dass die Zeit umfassend zu verstehen sei; dazu sollte der Klerus auch nicht-katholische Zeitungen lesen.
Quellen
Diözesansynode des Bistums Münster 1924, Münster 1924.
Literatur
DAMBERG, Wilhelm, Moderne und Milieu 1802-1998 (Geschichte des Bistums Münster 5), Münster 1998, S. 212-216.
Empfohlene Zitierweise
Diözesansynode im Bistum Münster 1924, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 1283, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/1283. Letzter Zugriff am: 23.09.2020.
Online seit 24.06.2016
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