Deutschnationale Volkspartei (DNVP), Austritt aus dem Kabinett Luther I am 25. Oktober 1925

Nach den Reichstagswahlen vom 7. Dezember 1924 wurde eine Bürgerblock-Regierung aus der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), der Zentrumspartei (Z), der Bayerischen Volkspartei (BVP), der Deutschen Volkspartei (DVP) und der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) unter dem parteilosen, aber der DVP nahestehenden Reichskanzler Hans Luther gebildet. Die DNPV übernahm das Innen-, das Finanz- und das Wirtschaftsressort. Als Außenminister Gustav Stresemann (DVP) vom 5. bis zum 16. Oktober in Locarno die gleichnamigen Verträge aushandelte, welche die Anerkennung der deutschen Westgrenzen vorsahen, verlies die DNVP am 25. Oktober aus Protest die Regierung. Die Verträge fanden mit Hilfe der Sozialdemokraten (SPD) dennoch die Zustimmung des Reichstages und konnten am 1. Dezember in London feierlich unterzeichnet werden.
Literatur
BÜTTNER, Ursula, Weimar. Die überforderte Republik. 1918-1933, in: BENZ, Wolfgang (Hg.), Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 18: 20. Jahrhundert (1918-2000), Stuttgart 102010, S. 171-767, hier 559 f., 574 f.
Konferenz von Locarno; Schlagwort Nr. 3077.
Empfohlene Zitierweise
Deutschnationale Volkspartei (DNVP), Austritt aus dem Kabinett Luther I am 25. Oktober 1925, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 3076, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/3076. Letzter Zugriff am: 10.12.2023.
Online seit 04.06.2012, letzte Änderung am 06.05.2019.
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