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Ausweisung der Kulmer Domkapitulare Franz Schröter und Konstantin Treder aus der Diözese Kulm

Nach dem Ersten Weltkrieg fiel der größte Teil des Bistums Kulm an Polen, das nun schnell polonisiert werden sollte. Eine Maßnahme der staatlichen und kirchlichen polnischen Behörden war die Auswechslung der deutschen gegen polnische Priester. Geistliche, die nach dem 1. Januar 1918 ins Land gekommen waren, wurden ausgewiesen. Das betraf unter anderem die beiden deutschen Domherren Franz Schröter und Konstantin Treder, aber auch den deutschen persönlichen Sekretär des Bischofs Augustin Rosentreter und bischöflichen Rechtsanwalt in Pelplin, den Laien Julius Ottawa. Diese wurden als "unerwünschte Ausländer" zwangsweise ausgewiesen. Es gab allerdings auch deutsche Priester, die freiwillig aus dem polnischen Staatsgebiet auswanderten.
Literatur
KOTOWSKI, Wojciech, Die Lage der deutschen Katholiken in den Jahren 1919-1939, in: Zeitschrift für Ostforschung 39 (1990), S. 39-67, hier 45.
RAUTENBERG, Hans-Werner, Zur Sprachenproblematik in Westpreußen, in: BRÄUEL, Ulrich / SAMERSKI, Stefan (Hg.), Ein Bischof vor Gericht. Der Prozess gegen den Danziger Bischof Carl Maria Splett 1946, Osnabrück 2005, S. 205-246, hier 229.
Empfohlene Zitierweise
Ausweisung der Kulmer Domkapitulare Franz Schröter und Konstantin Treder aus der Diözese Kulm, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 24013, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/24013. Letzter Zugriff am: 16.09.2019.
Online seit 14.01.2013, letzte Änderung am 14.04.2014
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