Document no. 20330
Pacelli, Eugenio
to Sincero, Luigi
[Berlin], 07 November 1929
Summary
Pacelli teilt dem Vorsitzenden der Päpstlichen Kommission Pro Russia Sincero mit, dass er sich bei der Apostolischen Administratur Berlin vertraulich über die finanziellen Verhältnisse der russischen Schauspielerin Apollinaria Alsuviev informierte, deren Ehe mit Georg Ritter die Kommission annullierte. Der Nuntius zitiert aus einem Schreiben der Administratur. Diese erfuhr vom Berliner Caritasverband, dass die Ehefrau im Mai 1928 zum Katholizismus konvertierte und gleichzeitig den Prozess um Annullierung ihrer Ehe einleitete. Deshalb wurde ihr unterstellt, dass sie erneut heiraten möchte. Auf widerholte Bitte des Seelsorgers für die russischen Emigranten in Berlin Kuzmin-Karavaev erhielt sie im Januar 1929 ein Darlehen über 200 Mark für eine Eheschließung in Riga. Ab April sollte sie dieses Darlehen zurückzahlen, doch hat sie dies bisher nicht getan und der Caritasverband hörte nichts mehr von ihr. Obwohl zwischenzeitlich ein Brief offenbar aus Brasilien ankam, geht der Caritasverband davon aus, dass sie noch in Deutschland ist. Wenngleich der Caritasverband die wirtschaftlichen Verhältnisse von Frau Alsuviev nicht kennt, geht er davon aus, dass sie keine Gebühren für die Annullierung ihrer Ehe zahlen kann beziehungsweise, dass sie versuchen wird, sich einer Zahlungsverpflichtung zu entziehen. Pacelli bittet um Weisung.Subject
Sul Decreto di dichiarazione di nullità del matrimonio della Signora Apollinaria
Allsufieff col Signor Giorgio Ritter




Non ho mancato di darne riservatamente conoscenza a questa Amministrazione Apostolica

Con foglio N. 6849 in data del 30 ottobre p. p. la suddetta Amministrazione Apostolica mi ha in proposito comunicato quanto appresso:
"Secondo che il Caritasverband

4v
altre nozze subito
dopo dichiarato l'annullamento del primo matrimonio.Su ripetuta preghiera del Rev. Sac. Kuzmin-Karawajew

Per quanto la situazione finanziaria della Signora Ritter è nota al Caritasverband, non si può contare che essa sia in grado di fare alla S. Sede un rimborso per la soluzione della sua causa matrimoniale. Si può supporre d'altra parte che, anche qualora ne avesse la possibilità, essa cercherebbe il modo per sottrarsi ad un tale obbligo di pagamento".
Mentre compio il dovere di riferire quanto sopra all'E. V. per quelle eventuali ulteriori istruzioni che ella giudicasse di impartirmi nel caso, m'inchino